Tierisches Queensland

So unterschiedlich Queenslands Regionen, so unterschiedlich ist auch die dort beheimatete Tierwelt, die es teils nirgendwo sonst auf der Erde gibt. Und so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, mit den meist possierlichen Tieren in Kontakt zu kommen.

Alleine im größten Aquarium der Welt, dem Great Barrier Reef, können beim Tauchen, Schnorcheln oder im Glass-Boden-Boot über 1500 Fischspezies, wie der Clownfisch Nemo, 400 Korallen- und 4000 Weichtierarten beobachtet werden. Die Möglichkeit, mit den Giganten der Meere, den Buckelwalen, Kontakt aufzunehmen, gibt es auf den Whitsundays von Juli bis September und an der Fraser Coast sogar bis November. An der Fraser Coast findet man außerdem Dugongs (Seekühe) und die australischen Wildhunde, Dingos.

Wem Buckelwale zu groß sind, der sollte einen Ausflug nach Port Douglas im tropischen Norden planen, um dort ab Mai mit Zwergwalen zu baden oder zu tauchen.

Schildkröten bekommt man besonders gut in Central Queensland von Januar bis April zu Gesicht, in Bundaberg von November bis März. Außerdem besteht im Mapoon Turtle Rescue in der Cape York Region im hohen tropischen Norden die Möglichkeit, zusammen mit Aborigines in einem Camp zu arbeiten, um so die gefährdeten Tiere zu schützen, mehr über ihr Leben und das der australischen Ureinwohner zu erfahren.

Frühaufsteher genießen ein Frühstück mit Koalas im Cairns Tropical Zoo im Norden Queenslands oder in der Koala Gallery auf Hamilton Island / Whitsundays. Mehr über die Institution "Save the Koala", die Patenschaften für frei lebende Koalas in Australien vermittelt und die posierlichen Tiere schützt, finden Sie unter www.savethekoala.com

Oder sie lassen sich von Vögeln unterhalten im Port Douglas Rainforest Habitat oder dem Currumbin Wildlife Sanctuary an der Gold Coast. Morgens ist auch die beste Zeit, Koalas in freier Natur zu erleben, am Besten im Noosa Nationalpark, im Lamington Nationalpark oder der Carnarvon Gorge.

Zwei Stunden vor Sonnenuntergang geht es durch die Mareeba Wetlands in den Atherton Tablelands, um dort zahlreiche Vögel zu beobachten, darunter auch den einzigen australischen Storch, den Jabiru. Im tropischen Norden ist auch der Cassuary, ein Helmkasuar zu Hause, der sonst nur noch in Papa Neuguinea lebt.

Für Ornithologen gleichermaßen spannend, ist ein Ausflug in das Gold Coast Hinterland und in den Lamington Nationalpark an der Gold Coast. In diesen Regionen können über 750 verschiedene Vogelarten erspäht werden, darunter der Kokkaburra (mit dem passenden deutschen Namen „Lachender Hans"), Königspapageien, Gebirgsloris und Pennant-Sittiche.

Wer eines der scheuen Schnabeltiere zu Gesicht bekommen möchte, sollte in den Eungella Nationalpark bei Mackay reisen. Auch Wallabies (eine Art Känguru) findet man in dieser Region. Baumkängurus (die kleinste Känguruart) findet man im tropischen Norden.